gestorbenAm 4.3.2014 verstarb unsere langjährige Mitarbeiterin und Freundin nach langer schwerer Krankheit.

Brigittes Tod hat uns alle sehr berührt. Auch wenn wir im Laufe der Monate und der letzten Wochen ahnten, dass sie nicht wieder gesund werden wird, es bleibt eine der größten Herausforderungen in unserem Leben, wenn wir uns mit dem endgültigen Fortgehen eines so wunderbaren Menschen auseinandersetzen müssen. Mascha Kaléko sagt in ihrem Gedicht Memento „… bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der andern muss man leben“. Damit „zu leben“, dies ist wirklich sehr, sehr schwer. Auch wenn man vielleicht schon etwas „vorbereitet“ war, schon einmal daran gedacht hat, wenn es dann geschehen ist, ist so viel Trauer und Schmerz da.

Wir kennen Brigitte seit 13 Jahren und haben sie sehr geschätzt. Sie war ein wunderbarer Mensch: stets zuversichtlich, hilfsbereit, voller Ideen. Sie hat so gut in unsere Projekt-Arbeit hineingepasst, sie hatte eine so hohe Kompetenz mit den sachlichen Dingen umzugehen und auch im zwischenmenschlichen Bereich. Sie war ein sehr wichtiges Mitglied in dem Arbeitsteam. Und sie war uns eine große Stütze! Ihre Fröhlichkeit, ihre Freundlichkeit, ihr Lachen hat uns oft angesteckt. Sie hatte auch eine chaotische Seite, ja, – aber das war eher eine Bereicherung, denn ein Hindernis. Denn: Wenn es darauf ankam, war sie da! Man konnte sich immer auf sie verlassen.

In der langen Zeit der Zusammenarbeit sind wir zusammengewachsen und so entstand neben der kollegialen Beziehung auch eine Freundschaft. Brigitte hat für unser Datenbank-Projekt und für die Stiftung Frauen-Literatur-Forschung e.V. sehr viel getan. Darüber hinaus hat sie sich in all den Jahren auch politisch engagiert. Das war ihr wichtig: für eine gerechtere Welt zu kämpfen. Sie hat mit großem Einsatz Veranstaltungen zum „Bedingungslosen Grundeinkommen“ organisiert und war in der Partei DIE LINKE ein aktives Mitglied.

Brigitte hat ihre Krankheit mutig, tapfer und mit unendlicher Geduld ertragen. Wir sind dankbar, dass wir sie kennen lernen und mit ihr zusammen sein durften. Nun hat sie uns für immer verlassen und der Schmerz darüber ist groß. Sie wird in unserer Erinnerung weiter leben.

Marion Schulz